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Toskanische Gesänge, französische Melancholie, russische Seele, schwäbische Bahnhöfe und spanischer Pfeffer – Pauline Viardot zum 200. Geburtstag

Anlässlich des 200. Geburtstag von Pauline Viardot am 18. Juli 2021 habe ich gemeinsam mit dem Pianisten Andreas Reuter im Schumannhaus in Leipzig ein etwa 50-minütiges moderiertes Programm aufgenommen, das am Sonntag um 21 Uhr auf der Plattform Dreamstage gesendet wird. Unterstützt wurden wir für das letzte Lied von Matthias Schreiber, Cellist des Gewandhausorchesters Leipzig. Tickets gibt es hier.
Nach dem Konzert wollen wir den Abend noch gemeinsam ausklingen lassen und uns digital verabreden. Wenn ihr dabei sein wollt, meldet Euch bitte bis zum 18. Juli 10 Uhr unter info@miriam-alexandra.de an. Wir freuen uns auf Euch!

Mit freundlicher Unterstützung der Kampagne “So geht Sächsisch.” des Freistaats Sachsen

Auf Deutschlandfunk Kultur ist für die Sendung Musikfeuilleton ein Feature zu Pauline Viardot von Elisabeth Hahn erschienen, an der ich als Interviewpartnerin mitwirken durfte. Hört doch mal rein!

Anlässlich ihres 200.Geburtstag in diesem Jahr hat Florian Heurich für den SWR eine Sendung zu Pauline Viardot produziert. Ich bin neben anderen Gästen sowohl als Interviewpartnerin als auch als Sängerin zu hören (22/06/2021).

Ich freue mich sehr, dass der erste Band meiner Notenedition mit Ausgewählten Liedern von Pauline Viardot im Verlag Breitkopf & Härtel erschienen ist (13/06/2021).

Ich freue mich sehr, dass der Briefwechsel von Pauline Viardot mit Julius Rietz gerade bei Olms erschienen ist. Die Buchpräsentation findet am 29. Mai im Rahmen der Buchmesse im Schumannhaus Leipzig statt (22/05/2021).

Unsere CD Sämtliche Lieder von Clara Schumann, die 2019 zum 200. Geburtstag von Clara Schumann beim Label Dabringhaus & Grimm erschienen ist, ist in drei Kategorien für den OPUS KLASSIK 2020 nominiert worden (16/08/2020).

Im Clara-Schumann-Jahr 2019 wurde ich zur Schumann-Botschafterin ernannt und in das illustre Board of Artists des Schumann-Netzwerk aufgenommen.

Herzlich willkommen in meinem virtuellen Zuhause! Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf machen können und beschäftige mich hauptberuflich mit Musik. Oft werde ich gefragt, wie ich eigentlich zur Musik gekommen bin – daher hier ein paar Worte vorab…
Mit fünf Jahren habe ich Klavierunterricht bekommen, weil ich meiner acht Jahre älteren Schwester nacheifern wollte, die im Nebenzimmer immer so wunderbar Bach-Fugen, Mozart- und Beethoven-Sonaten und Chopin-Walzer spielte. Später haben wir uns gemeinsam durch das Repertoire für Klavier-Duo gearbeitet und Preise bei Wettbewerben gewonnen. Mit acht Jahren wurde das Singen ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Eine Situation schildert das besonders eindrücklich: im Kindergottesdienst ging es um die Rollenverteilung für das weihnachtliche Krippenspiel. Die Mädchen wollten alle Maria spielen, die Jungen alle den Josef oder einen der Ochsen. Eine Rolle aber sollte auch singen: das war der Engel. Mir war sofort klar, dass ich unbedingt diesen Engel spielen muss. Da niemand anders die Rolle wollte, habe ich sie sofort bekommen. Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen, mit welcher Freude und welchem Gefühl der Selbstwirksamkeit ich mir die Melodie und den Text des Kirchenliedes am Klavier selbst beibrachte: „Freu dich Erd und Sternenzelt, halleluja, Gottes Sohn kam in die Welt, halleluja“.

Heute lebe ich als klassische Sängerin, Gesangspädagogin und promovierte Musikwissenschaftlerin in Berlin. Neben dem Singen von Standardrepertoire ist es ein Kerngebiet meiner Arbeit, zu Unrecht in Vergessenheit geratene KomponistInnen und ihre Musik (wieder) sicht- und hörbar zu machen. Im Zuge meiner Forschungsarbeiten habe ich mit Neugier und Entdeckergeist zahlreiche Archive und Bibliotheken in Europa und den USA bereist und tue es noch immer… Dabei konnte ich so manch verschollen geglaubte Partitur ausgraben, wie zum Beispiel das „Morgenständchen“ von Johannes Brahms oder Musik, die seit über 100 Jahren nicht mehr erklungen ist.

Aufbauend auf meiner Dissertation zu Pauline Viardot (2014) habe ich zwei CDs mit Liedern der Komponistinnen Pauline Viardot (2017) und Clara Schumann (2019) veröffentlicht. Eine zweibändige Edition mit Liedern von Pauline Viardot erscheint im Verlag Breitkopf & Härtel.

Auf meinem Viardot-Blog schreibe ich zurzeit über die Künstlerinnenfreundschaft von Pauline Viardot und Clara Schumann. Der bisher nur auszugsweise veröffentlichte Briefwechsel der beiden Musikerinnen war Grundlage des zweiten Kapitels meiner Dissertation und meines Konzertprogramms „Die zwei ältesten Freundinnen dieses Jahrhunderts“ – die Künstlerinnenfreundschaft von Clara Schumann und Pauline Viardot in Briefen und Liedern.“ Für mein liebes Publikum und alle MusikliebhaberInnen und -interessierte stelle ich ihn hier kommentiert online.