Vita

„Gottlob gibt es sie, die jungen, kreativ neugierigen Musiker wie Miriam Alexandra, die zu dem excellenten Rüstzeug des Interpreten auch den Willen zur Erschließung ungewöhnlichen Repertoires umsetzen.“ (Hartmut Becker über das CD-Präsentationskonzert am 23. April 2017)

Die Sopranistin Miriam Alexandra ist eine vielseitige Opern- und Konzertsängerin. In ihrem Wesen vereinigen sich die deutsche Tiefgründigkeit ihres Vaters und das griechische Temperament ihrer Mutter.

2018 sang Miriam Alexandra Mendelssohns „Lobgesang“ mit den Regensburger Domspatzen und Concerto Köln bei den Tagen Alter Musik in Regensburg, bei den Europäischen Festwochen in Passau sowie in der Abtei Münsterschwarzach. Außerdem standen Lied-Recitals mit Liedern aus ihrer Debüt-CD „Deutsche Lieder“ von Pauline Viardot in Dresden, Warschau, Berlin und auf Einladung von Peter Schreier bei der Schumanniade auf Schloss Reinhardtsgrimma auf ihrer Agenda. 2019 wird sie gemeinsam mit dem Dresdener Kreuzchor und der Dresdener Philharmonie unter Roderich Kreile konzertieren und mehrmals Johann Sebastian Bachs Passionen singen, als Höhepunkt an Karfreitag im Amsterdam Concertgebouw mit dem Toonkunstkoor Amsterdam und dem Concertgebouw Kamerorkest unter der Leitung von Boudewijn Jansen. Recitals wird Sie u.a. in den Schumannhäusern von Leipzig und Zwickau sowie bei verschiedenen Festivals singen. Konzertreisen werden sie in die Niederlande, nach Frankreich und Israel führen. Außerdem erscheint eine CD, auf der sie gemeinsam mit Peter Gijsbertsen (Tenor) und Jozef De Beenhouwer (Klavier) „Sämtliche Lieder“ von Clara Schumann eingespielt hat.

Als gefragte Konzertsolistin arbeitet sie mit Partnern wie Hansjörg Albrecht und dem Münchner Bach-Chor und -Orchester, Claus Bantzer und dem Ensemble Resonanz, Ruben Gazarian und dem Württembergischen Kammerorchester, Raoul Grüneis und der Mittelsächsischen Philharmonie, Matthias Grünert und dem Ensemble Frauenkirche, Thomas Hengelbrock und seinem Balthasar-Neumann-Ensemble, Kay Johannsen und der Stuttgarter Stiftsmusik, Andreas Spering und seiner Capella Augustina sowie den Pianisten Jozef De Beenhouwer, Andreas Reuter und Eric Schneider. Bisher war sie im Münchner Gasteig und bei Festivals wie den Händelfestspielen Göttingen, den Europäischen Kulturtagen Karlsruhe, den Fränkischen Musiktagen, dem Hohenloher Musiksommer auf Schloss Weikersheim sowie den Bachtagen der Frauenkirche Dresden zu hören. Zu ihrem Repertoire gehören Standardwerke von Bach, Mozart, Haydn, das Fauré- und Brahms-Requiem, aber auch abseitige, seltener gespielte Werke wie Carl Heinrich Grauns „Tod Jesu“ oder Arthur Honeggers „Le roi David“.

Während eines ersten Festengagements war sie von 2013-2016 in wichtigen Fachpartien wie Susanna („Die Hochzeit des Figaro“), Gretel („Hänsel und Gretel“), Sophie („Rosenkavalier“) und Christel („Der Vogelhändler“) am Mittelsächsischen Theater zu hören. Außerdem sang sie in der verschollen geglaubten Oper „Das Waldmädchen“ von Carl Maria von Weber die Hauptrolle der Mathilde und sang Zerlina, Blonde, Anna Reich, Olympia sowie Belinda („Dido and Aeneas“) am Cuvilliés-Theater in München.

Ihre Gesangsausbildung erhielt sie an den Musikhochschulen in Karlsruhe und Köln bei Christiane Hampe und Klesie Kelly. Weitere Studien führten sie als Visiting Fellow nach Harvard und Cambridge (UK). Während ihres Studiums war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes (2005-2010), der Yehudi-Menuhin-Stiftung Live Music Now, des Richard-Wagner- Verbandes Karlsruhe und der Brahmsgesellschaft Baden-Baden. Beim Heinrich-Vetter- Wettbewerb und dem Göttinger Händelwettbewerb erhielt sie 1. Preise.

Eine Herzensangelegenheit ist ihr die Sängerin und Komponistin Pauline Viardot (1821-1910), für deren Lieder sie sich mit großem Engagement einsetzt. Mit einer Dissertation zu dieser Künstlerin wurde sie 2014 an der Musikhochschule Karlsruhe zum Dr. phil. promoviert. Eine Edition der Lieder wird sie beim Verlag Breitkopf & Härtel/Wiesbaden herausgeben. Ihre Debüt-CD „Deutsche Lieder“ mit Liedern von Pauline Viardot erschien im Mai 2017 in Kooperation mit Deutschlandradio beim Label OehmsClassics und wurde u.a. als „CD des Monats“ in der Opernwelt, als „CD-Tipp“ von BR-Klassik und mit 5***** in der Brigitte ausgezeichnet.

Wenn Miriam nicht probt oder auf der Bühne steht, erkundet sie mit dem Fahrrad das Umland ihrer Wahlheimat Berlin.