Die Künstlerinnenfreundschaft von Pauline Viardot und Clara Schumann #0

Liebe FreundInnen der Musik!

Heute startet also der erste Teil meiner kleinen Blog-Serie, mit der ich euch in die Künstlerinnenfreundschaft von Pauline Viardot und Clara Schumann einführen möchte. Aufbauend auf meiner Dissertation zu Pauline Viardot (2014) habe ich zwei CDs mit Liedern der beiden Komponistinnen veröffentlicht. Eine zweibändige Edition mit Liedern von Pauline Viardot von mir erscheint im Verlag Breitkopf & Härtel. Über weitere Projekte halte ich Euch gerne über meinen Newsletter auf dem Laufenden.

Der folgende Briefwechsel der beiden Musikerinnen war Grundlage des zweiten Kapitels meiner Dissertation und meines Konzertprogramms „Die zwei ältesten Freundinnen dieses Jahrhunderts“ – die Künstlerinnenfreundschaft von Clara Schumann und Pauline Viardot in Briefen und Liedern“, das mich bisher in fünf Länder geführt hat und das ihr so fleißig besucht habt. Als Dankeschön für Euer anhaltendes Interesse möchte ich die Briefe für Euch, mein liebes Publikum, an dieser Stelle veröffentlichen. Ich hoffe, ihr habt beim Lesen genauso viel Freude wie ich beim Schreiben!

Einleitung

Pauline Viardot und Clara Schumann, „die zwei ältesten Freundinnen dieses Jahrhunderts“, wie sie sich selbst in einem Brief von 1894 bezeichnen, lernen sich als Jugendliche 1838 in Leipzig kennen. Sie bleiben lebenslang in Kontakt. Ihr Briefwechsel erzählt die Geschichte einer fast sechzig Jahre andauernden Künstlerinnenfreundschaft. In ihren Briefen teilen sie berufliche Erfolge ebenso wie familiäre Tragödien. Im starken Kontrast ihrer Persönlichkeiten zeigen sich ihre Charaktere besonders deutlich. Die französische Sängerin mit spanischen Wurzeln legt mit sprühendem Temperament eine charmante, einnehmende Leichtigkeit an den Tag während die deutsche Pianistin mit ernsthaftem und nachdrücklichem Gemüt ihre Tiefgründigkeit zeigt.

Wir fragen uns: wie lernen sie sich kennen? Was thematisieren sie in ihren Briefen, was haben sie ausgespart? Was lässt sich möglicherweise nur zwischen den Zeilen erahnen? Welche Qualität hatte ihre Beziehung? Wie verstanden sie ihre Rolle als Musikerinnen? Welches künstlerische Selbstverständnis hatten sie als Interpretinnen? Wie war ihre Musizierpraxis? Welchen Künstlertypus verkörperten sie? Welche Sicht hatten sie auf die Musikwelt ihrer Zeit? Welche Rolle spielte ihre Eheschließung? In welchen Zusammenhängen traten sie gemeinsam auf? Welche Bedeutung hatte das Publikum für sie? Wie kam es dazu, dass sie gemeinsam in Baden-Baden lebten? Welche Rolle spielten ihre Familie? Welches Rollenverständnis hatten sie als Frauen ihrer Zeit? Fragen über Fragen, denen wir in den kommenden Tagen und Wochen nachgehen können.

Wenn ihr etwas aus dem Blog zitieren wollt, freue ich mich über folgende Zitierweise: © Wigbers, Miriam-Alexandra (2019f.): „Die Künstlerinnenfreundschaft von Pauline Viardot und Clara Schumann“ in: www.miriam-alexandra.de/category/viardot/ [Online-Publikation], [Datum der Veröffentlichung], [Abrufdatum] oder einen Hinweis auf meine Dissertation.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.